Bittere Niederlage gegen schlagbare Freiberger

Am Sonn­tag, den 10.11.19, war bei schöns­tem Novem­ber­wet­ter der vor­jäh­ri­ge Tabel­len­pri­mus aus Frei­berg zu Gast. Die Berg­städ­ter nah­men ihr Recht wahr nicht auf­zu­stei­gen. Da kei­ne Mann­schaft abge­stie­gen ist, kam es zu der kurio­sen Kon­stel­la­ti­on, dass der Tabel­len­ers­te der Vor­sai­son auf den Letz­ten der Vor­sai­son traf.

So war sicher­lich auch die Erwar­tungs­hal­tung der Gast­ge­ber auf Punk­te in die­sem Spiel sehr gering. Doch die Par­tie begann voll­kom­men uner­war­tet. Die Gast­ge­ber kamen gut ins Spiel und setz­ten die Frei­ber­ger früh unter Druck. So war es Maxi­mi­li­an Hering der Kapi­tän René Schmidt in Sze­ne setz­te und die­ser nach 9 Minu­ten das ers­te Tor erziel­te. Die Gäs­te aus Frei­berg haben mit die­sem Ver­lauf der Par­tie wohl nicht gerech­net und kamen über­haupt nicht ins Spiel. So kon­trol­lier­te Pos­sen­dorf das Spiel und konn­te durch den ande­ren Schmidt, Erik, in Füh­rung gehen. Pos­sen­dorf war Herr der Par­tie und ließ Frei­berg zu kei­nen gro­ßen Gele­gen­hei­ten kom­men und so man­cher Fan rieb sich ver­wun­dert die Augen. Lei­der schaff­te man es nicht die­se Über­le­gen­heit in Tore umzu­set­zen und dann kam die Halb­zeit­pau­se.

Die­se kam für die Frei­ber­ger wohl genau zur rich­ti­gen Zeit oder weil die tief­ste­hen­de Son­ne jetzt den Pos­sen­dor­fer ins Gesicht stand, hat­te Frei­berg nun mehr vom Spiel. So kam es in der 47. Minu­te zu einem Ball­ver­lust der Gast­ge­ber, die Berg­städ­ter spiel­ten schnell in die Spit­ze zu Part­zsch, der freie Schuss­bahn hat­te und den 2:1 Anschluss erziel­te. Ein­zi­ger Makel war das Part­zsch dabei im Abseits stand und der ein­zi­ge, der dies nicht gese­hen hat, war in die­sem Moment der Lini­en­rich­ter. Pos­sen­dorf wirk­te dadurch ver­un­si­chert und Frei­berg schöpf­te neu­en Mut. Und so schaff­ten sie es das Spiel wie­der zu ega­li­sie­ren. Eine Ein­ga­be von der lin­ken Sei­te und Abstim­mungs­schwie­rig­kei­ten zwi­schen Tor­wart und Abwehr sorg­ten dafür, das Voigt unbe­drängt ein­schie­ben konn­te. Frei­berg hat­te in der zwei­ten Halb­zeit das Mit­tel­feld kom­plett auf­ge­ge­ben und agier­te nur noch mit lan­gen Bäl­len auf ihr star­kes Sturm­duo. Pos­sen­dorf war zwar feld­über­le­gen, konn­te sich aber kei­ne zwin­gen­den Tor­chan­cen erar­bei­ten. So kam es wie es kom­men muss­te, ein Frei­ber­ger Spie­ler drib­bel­te sich durch die Pos­sen­dor­fer Abwehr und wur­de 20m vor dem Tor zu Fall gebracht. Der anschlie­ßen­de Frei­stoß ging ins Tor, da Oer­tel durch die tief­ste­hen­de Son­ne ein­ge­schränkt war. Alle wei­te­ren Offen­siv­be­mü­hun­gen blie­ben erfolg­los und so blieb es bei der knap­pen Nie­der­la­ge.

Wie­der ein­mal schaff­te es die Mann­schaft von Trai­ner Ege­rer nicht, sich für eine enga­gier­te Leis­tung zu beloh­nen und bleibt damit in der sehr engen Tabel­len­si­tua­ti­on im unte­ren Drit­tel. Ein Spiel, das wie ein Sinn­bild der letz­ten Sai­son wirk­te, wo man stark anfing, mit­hal­ten konn­te und am Ende doch unglück­lich ver­lor. Und dies vor den Augen des Ex-Trai­ners Vol­ker Schli­cke, der an die­sem Tag vom Ver­ein ver­ab­schie­det wur­de. Im Namen der ers­ten Mann­schaft auch hier noch­mal alles Gute an Vol­ker und vie­len Dank für Dei­ne treu­en Diens­te für den Ver­ein und unse­re Mann­schaft.

Nach der Län­der­spiel­pau­se geht es für die Pos­sen­dor­fer nach Wese­nitz­tal, wo man end­lich wie­der punk­ten muss, um nicht in den Abstiegs­stru­del hin­ein­zu­ge­ra­ten.

T.B.

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