Volker Schlicke wurde am Sonntag an alter Wirkungsstätte verabschiedet

Vol­ker hat die Nach­wuchs­mann­schaf­ten bei Dyna­mo Dres­den durch­lau­fen und kann danach auf eine erfolg­rei­che Spie­ler­ka­rie­re u.a. bei Dyna­mo Dres­den, Sach­sen­ring Zwi­ckau, Stahl Rie­sa und Fort­schritt Bischofs­wer­da zurück­bli­cken.

Mit­te der 90er Jah­re hat sich Vol­ker ent­schie­den, sei­ne Spiel­erlauf­bahn bei Empor Pos­sen­dorf aus­klin­gen zu las­sen. Was nur eine kur­ze Sta­ti­on sein soll­te, hat sich für unse­ren Ver­ein als ein Glücks­fall erwie­sen. Als Leis­tungs­trä­ger der Ers­ten, muss­te er durch eine Hüft­ope­ra­ti­on schon bald das Spie­len ein­stel­len und hat danach begon­nen, den Ver­ein als Trai­ner zu unter­stüt­zen.

Es folg­ten tur­bu­len­te Zei­ten mit Auf- und Abstieg der Pos­sen­dor­fer Fuß­bal­ler. In ver­schie­de­nen Funk­tio­nen als ver­ant­wort­li­cher Trai­ner der Ers­ten, als Co-Trai­ner, und als Trai­ner der Zwei­ten hat Vol­ker immer dort aus­ge­hol­fen, wo er gebraucht wur­de. Das sind ins­ge­samt über 20 Jah­re Trai­ner­ar­beit in Pos­sen­dorf. Dies hat Maß­stä­be für alle Übungs­lei­ter im Ver­ein gesetzt. Geschafft hat Vol­ker dies mit sei­ner immer posi­ti­ven Lebens­ein­stel­lung und sei­nem anste­cken­den Humor, den er auch in kri­ti­schen Situa­tio­nen nicht ver­lo­ren hat. Noch im letz­ten Jahr im Abstiegs­kampf unse­rer Ers­ten ließ er den Lesern der SZ wis­sen, dass er trotz der schlech­ten Ergeb­nis­se nicht auf der Inten­siv­sta­ti­on liegt. So ken­nen und schät­zen wir Vol­ker. Sei­ne höf­li­che und fai­re Art mit Men­schen umzu­ge­hen haben alle im Ver­ein über vie­le Jah­re geschätzt. Beson­ders die vie­len Spie­ler, die über die Jah­re mit ihm gear­bei­tet, gefei­ert und in sport­lich bit­te­ren Zei­ten auch gelit­ten haben. Manch­mal hät­ten wir uns gewünscht, dass er als Trai­ner noch etwas här­ter durch­greift. Aber dann wäre es nicht mehr der Vol­ker Schli­cke, den wir über Jah­re ken­nen- und schät­zen gelernt haben.

Sei­ne Per­sön­lich­keit hat tie­fe Spu­ren im Pos­sen­dor­fer Fuß­ball hin­ter­las­sen. Die letz­ten Wochen der Zusam­men­ar­beit sind nicht sehr glück­lich gelau­fen. Und Vol­ker hat sich lei­der ent­schie­den, den Ver­ein zu ver­las­sen. Für Empor Pos­sen­dorf ein schmerz­li­cher Ver­lust. Wir wün­schen, Dir Vol­ker, Alles Gute für Dei­ne Zukunft.

13.11.19

Eingetragen in: Fußballnews